Klarinette in B

Kurzportrait


  • Name: Klarinette in B
  • Schreibweisen
    • Englisch: Bb clarinet
    • Italienisch: clarinetto in si bemolle
    • Französisch: clarinette en si bémol
  • Klassifikation: Aerophon, Einfach-Rohrblattinstrument, Holzblasinstrument
  • Material: Rohr: Ebonit- oder Grenadillholz oder Metall; Mechanik: Neusilber, Messing, Silber oder Gold
  • Mundstück: Schnabelförmiges Mundstück aus Ebonit oder Kokosholz mit einfachem Rohrblatt (Breite: bis zu 12,5 mm, Material: arundo donax)
  • Rohr: Verlauf überwiegend zylindrisch, birnenförmige Erweiterung nach dem Mundstück (Birne)
  • Gesamtlänge: Ca. 66 cm (B-Klarinette), ca. 71 cm (A-Klarinette)
  • Mensur: Mittelweit, Innendurchmesser ca. 12,7 mm
  • Klappen/Tonlöcher: 24 Tonlöcher; Deutsche (Oehler-Klarinette) oder französische Mechanik (Böhm-Klarinette)
  • Schallstück: Trichterförmig

Die Klarinette ist das jüngste Holzblasinstrument und wurde als letztes von den vier Holzblasinstrumenten (Flöte, Oboe, Fagott, Klarinette) als Mitglied in das Symphonieorchester aufgenommen (zur Zeit der „Wiener Klassik“ in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts).

Die Klarinette in B, ein Holzblasinstrument in Sopranlage, ist das gebräuchlichste Instrument der Klarinettenfamilie. Im Orchester werden auch die Stimmungen A und C sowie die kleine Klarinette (in Es oder D), das Bassetthorn in F und die Bassklarinette in B eingesetzt.

In Militär- und Blaskapellen, wo die Klarinette das wichtigste Holzblasinstrument ist, sind auch hohe Klarinetten in F und As vertreten. In den USA gibt es auch reine Klarinettenorchester, in denen neben den gängigen Klarinetten Altklarinette (in Es) und Kontrabassklarinette (in B) gespielt werden.

Die Klarinette besteht aus 5 Teilen: dem Mundstück in Schnabelform mit dem einfachen Rohrblatt, der Birne (auch: Kopfstück; ein birnenförmig erweitertes Rohrstück, in Österreich auch Fassl genannt), dem Oberstück (Linke-Hand-Stück) und Unterstück (Rechte-Hand-Stück) sowie dem trichterförmigen Schallbecher.

Die Gesamtstimmung des Instrumentes kann durch den Einsatz verschieden langer Birnen geringfügig korrigiert werden.

Der Klappenmechanismus ist besonders kompliziert, da die Klarinette in die Duodezim überbläst, wodurch sich ihre Grundskala auf 19 Halbtöne ausdehnt. Die anderen Holzblasinstrumente überblasen in die Oktave (12 Halbtöne).

Moderne Klarinetten

Die Klarinettenfamilie – in der Vergangenheit größer als heute – wird gegenwärtig durch folgende Instrumente vertreten:

  • Piccoloklarinette in As (35 cm)
  • Sopraninoklarinetten (kleine Klarinetten): Klarinette in Es (49 cm), Klarinette in D (52 cm)
  • Sopranklarinetten: Klarinette in C (57 cm), Klarinette in B (66 cm), Klarinette in A (71 cm)
  • Altklarinette in Es (95 cm)
  • Bassetthorn in F (107 cm)
  • Bassklarinette in B (135 cm)
  • Kontrabassklarinette in B (265 cm)

Zwei Bauweisen

Heute werden 2 Systeme verwendet: das deutsche oder Oehler-System und das französische oder sogenannte Böhm-System, das in Frankreich, Großbritannien und den USA verbreitet ist.

Die Bezeichnung Böhm-System führt etwas in die Irre: Nicht der revolutionäre Klappenmechanismus, den Böhm für die Flöte erfunden hatte, wurde auf die Klarinette angewandt, sondern nur das Prinzip der Ringklappen. Eine Übertragung der Böhm’schen Klappenmechanik auf die Klarinette war schon allein deshalb nicht möglich, weil Flöte und Klarinette verschieden lange Grundskalen haben: Die Flöte überbläst in die Oktave, die Klarinette in die Duodezim (Oktave + Quint).

Deutsches und französisches System im Vergleich

Klappensystem

Das französische Modell (Standard-Böhm-Modell) hat 17 Klappen (plus 7 offene Tonlöcher, also insgesamt 24 Tonlöcher) und 6 Brillenringe; das deutsche Modell hat mindestens 22 Klappen und 5 Brillenringe.

Die Applikatur (Griffweise) ist beim französischen System etwas einfacher.

Mundstück

Auf der Unterseite des spitz zulaufenden Mundstückes ist eine Kerbe (Ausstich) herausgeschnitzt, über der das Rohrblatt befestigt ist. Die Flächen links und rechts der Kerbe, die Schenkel, dienen als Auflagefläche für das Rohrblatt. Sie stellen die sogenannte Bahn dar, auf der das Rohrblatt beim Spielen schwingt. Die Form der Bahn – v.a. die Art, in der die Schenkel auf die Mundstückspitze zulaufen – bestimmt zu einem wesentlichen Teil die Klangfarbe einer Klarinette.


*Mundstück*
*von der Seite: 1 Rohrblatt; 2 Bahn; 3 Blattschraube*
*von unten (ohne Rohrblatt): 4 Schenkel; 5 Ausstich; 6 Auflagetisch*

Das deutsche Mundstück hat eine engere und etwas ausgehöhlte Bahn. Das Rohrblatt ist schmäler, länger und schwerer. Früher wurde es traditionell mit einer Schnur (Blattschnur) aufgebunden, auf modernen Instrumenten ist es meist mit einer Schraube (Blattschraube) befestigt. Das französische Modell hat eine breitere und flache Bahn, das Rohrblatt ist mit einer Schraube befestigt.

Das Mundstück ist für KlarinettistInnen der individuellste Teil des Instrumentes. Die Unterschiede im Material und in der Bauweise sind in den unterschiedlichen Klangidealen der einzelnen Schulen begründet. Die Frage, ob „deutsches“ oder „französisches“ Mundstück, ist für KlarinettistInnen philosophischer Natur.

Bohrung

Deutsche Klarinetten sind etwas weiter gebohrt als französische.

Klang

Der Ton einer Klarinette hängt in erster Linie vom Spieler ab. Der Klang der deutschen Klarinetten ist aber tendenziell dunkler.

Geschichte

Antike und mittelalterliche Vorläufer

Schon im Altertum waren Instrumente bekannt, die mit Mundstücken mit einer Art einfachem Rohrblatt angeblasen wurden: Eine dreieckige Fläche wurde aus dem Mundstück so herausgeschnitten, dass die Blattzunge noch an ihrem Ende hing und mit den Lippen kontrolliert werden konnte. Ein solches frühes Klarinetteninstrument ist z.B. die ägyptische Memet aus dem 3. Jahrtausend v.Chr., die als Doppelinstrument gespielt wurde: Die zwei aneinandergebundenen zylindrischen Rohre aus Schilf oder Holz hatten Grifflöcher und zwei Mundstücke. Später wurden diese Instrumente von den Griechen und Römern übernommen.

Klarinetten mit einem, zwei und sogar drei Rohren fanden in vielen Kulturen Verwendung, und in manchen Regionen werden sie auch heute noch in unveränderter Form gespielt (z.B. die russische Brelka oder die sardische Tripelklarinette Launedda).

Im mittelalterlichen Europa war ein Einzelrohrblatt-Instrument orientalischen Ursprungs mit meist 8 Grifflöchern verbreitet, das Chalumeau. Chalumeau bedeutet soviel wie Schilfrohr und ist auf das griechische „calamos“ bzw. lateinische „calamus“ zurückzuführen. Chalumeaux hatten einen Tonumfang von ca. einer Oktave (f1–g2). Sie wurden seit der Renaissance in mehreren Stimmungen gebaut – wie es dem Zeitgeist entsprach, als Familie vom Diskant- bis zum Bass-Instrument.

Im späten Mittelalter wurde die Bezeichnung Chalumeau (deutsch: Schalmei, englisch: shawm) zum Sammelbegriff für die gesamte Schalmeienfamilie.

Vom Chalumeau zur Klarinette

Der Nürnberger Instrumentenbauer Johann Christoph Denner (gest. 1707) gilt heute allgemein als Erfinder der Klarinette, die Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Chalumeau hervorging. Worin Denners Neuerungen im Detail bestanden, ist nicht geklärt, weshalb auch der strukturelle Unterschied zwischen Chalumeau und Klarinette, die immerhin über ein halbes Jahrhundert lang nebeneinander existierten, unklar ist. Es wird jedoch angenommen, dass Denner der erste war, der das Chalumeau mit zwei Klappen versah. Nach ihm bauten sein Sohn Jakob sowie auch andere Instrumentenbauer der Zeit Klarinetten mit zwei Klappen und einer erweiterten Innenbohrung. Das beim Chalumeau zylindrisch auslaufende Schallstück wich einem ausladenden Schalltrichter, das Klarinettenrohr erhielt die charakteristische birnenförmige Erweiterung (Birne) unter dem Mundstück.

Da die Spielhaltung der Hände wie bei allen barocken Holzblasinstrumenten noch nicht festgelegt war, wurden Klarinetten so gebaut, dass beim Spielen entweder die rechte oder die linke Hand unten sein konnte (beispielsweise wurde links und rechts am Rohr je ein Loch für den kleinen Finger gebohrt, das nicht benötigte beim Spielen verstopft).

Auf dem Chalumeau wurde nur das Grundregister gespielt, also die Töne, die vom Grundton aus mittels der Grifflöcher zu erzeugen waren (noch heute heißt das tiefste Register der Klarinette Chalumeau). Sein Klang soll wenig angenehm bzw. sogar „heulend“ gewesen sein. Auf der Klarinette wurde anfangs ausschließlich das hohe Register, das sogenannte Klarinettenregister, gespielt. Die hohen Töne wurden durch Überblasen erzeugt, wobei dieselben Griffe wie in der Grundskala angewandt wurden. Das Überblasen erfolgte mit Hilfe einer Überblasklappe auf der Rückseite des Rohres (mit dem Daumen bedient) und wurde durch ein kleines Mundstück mit schmalem Rohrblatt erleichtert.

Da die Klarinette aufgrund ihres zylindrischen Rohres in die Duodezim (Oktave + Quint) überbläst, waren mindestens zwei Klappen notwendig, um die Lücke zwischen der Grundskala und dem 1. überblasenen Ton zu füllen.

Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts hatten Klarinetten meist zwei Klappen: der tiefste Ton dieser Instrumente war das notierte f. Die Töne bis zum g1 wurden ohne Klappen erzeugt, a1 mit der vorderen Klappe, b1 durch Öffnen beider Klappen. Das h1 kam nur selten vor und wurde durch Änderung der Lippenspannung (entweder von b1 oder von c2 aus) erzeugt. Erst eine 3. Klappe (h1-Klappe) machte das h1 problemlos spielbar und erweiterte zudem die Skala in der Tiefe um das e. Die Töne von c2 an aufwärts (bis ungefähr g3) wurden durch Überblasen erzeugt.

Die Klarinette hatte im hohen Register zunächst einen harten, trompetenähnlichen Klang, was ihr nicht nur ihren Namen bescherte (kleines Clarino bzw. kleine Trompete), sondern auch ihre anfänglichen Aufgaben im Orchester definierte: die Ausführung von trompetenählichen Stimmen in den hohen Lagen. In dieser Funktion hatte sie das Clarino (die hohe Trompete) bis zum Ende des 18. Jahrhunderts völlig verdrängt. Daneben begann sich Sololiteratur für die Klarinette herauszubilden, die schon den großen Tonumfang und die klangfarbliche Vielfalt des Instrumentes zu nutzen wusste.

Auf der Suche nach dem reinen Klang

Wie alle Holzblasinstrumente litt auch die Klarinette an einer unreinen Intonation und mangelnder Tonqualität bei den Tönen, die mit Gabelgriffen erzeugt wurden. Dieses Problem versuchte man einerseits durch das Anbringen von Klappen zu lösen. Da jedoch die störanfälligen frühen Klappen von den meisten Klarinettisten als Notbehelfe abgelehnt wurden, ging man andererseits dazu über, Klarinetten in vielen Stimmungen zu bauen. Wurden barocke Klarinetten – ebenso wie die Naturtrompeten der Zeit – noch hauptsächlich in den Stimmungen C und D gebaut, so führte man in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts auch die Stimmungen H, B, A, As und G ein, um mehrere Tonarten gleichmäßig und mit reiner Intonation spielen zu können.

Dieser Usus warf jedoch neue Probleme auf: Abgesehen davon, dass Klarinettisten sich mehrere Instrumente anschaffen mussten, war der Wechsel zwischen verschieden großen Mundstücken problematisch für den Ansatz, und der Austausch eines schon eingespielten Instrumentes mit einem kalten stellte die Spieler erneut vor Stimmungsprobleme. Sogenannte „pièces de rechange“, austauschbare Teilstücke des Instrumentes, mit deren Hilfe die Stimmung verändert wurde, erleichterten zwar die Spielpraxis der Holzbläser, beseitigten jedoch keineswegs das Problem der unreinen Stimmung.

Wenn auch der Bau von Klarinetten in mehreren Stimmungen das Intonationsproblem nicht löste, so sorgte er doch für eine reiche Auswahl an Klangfarben, die von den Musikern durchaus geschätzt wurde.

Ende des 18. Jahrhunderts waren Instrumente mit 5 Klappen zum Standard geworden. Die Klarinette hatte sich im Orchester, in der Blasmusik sowie in Militärkapellen etabliert. Komponisten der Klassik haben begonnen, sich von den Klarinettenkonzerten zu lösen, wo die Klarinettenstimme hauptsächlich in die Höhe geführt wurde, und nutzten immer mehr auch die tiefen Töne (eine Vorreiterrolle spielte W. A. Mozart). Im Kammermusik- und Orchestereinsatz wurden Akkordbrechungen im Chalumeauregister als Begleitung der Melodiestimme besonders beliebt.


Klarinette in D, Paris, Frankreich, 1830er Jahre (Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg, Austria, Sammlung Streitwieser)

Seit der 2. Hälfte des 18. Jahrhundert war langsam ein neues Bewusstsein für die Klangqualität der Klarinette erwacht, das sich im Zeitalter der Empfindsamkeit voll entfalten konnte. Der Klarinettenton wurde nicht mehr als trompetenartig, hart, scharf und hell wahrgenommen, sondern als geradezu prädestiniert, Gefühlsregungen auszudrücken. Chr. Fr. D. Schubart hatte den Klarinettenklang schon in seinen „Ideen zur Ästhetik der Tonkunst“ (1784/85) als „süß“ und „hinschmachtend“, als „in Liebe zerflossenes Gefühl“ beschrieben.

19. Jahrhundert – Streben nach technischer Perfektion


Klarinette in Es, unsigniert, verm. Conrad Eschenbach, Musikinstrumentenfabrik Markneukirchen, Sachsen, gegründet 1883 (Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg, Austria, Sammlung Streitwieser)

Um die Jahrhundertwende erhielt die Klarinette durch reformfreudige Instrumentenbauer weitere Klappen.

Eine sechste stammte vom Franzosen J. X. Lefèvre, eine siebente ließ der Engländer James Wood 1800 patentieren, der Franzose J. F. Simiot fügte eine Trillerklappe hinzu und stattete das g1-Tonloch mit einem Röhrchen aus, um das Ausfließen von Wasser zu verhindern.

1812 stellte der deutsche Klarinettist Iwan Müller ein neues Modell mit 13 Klappen vor und setzte damit einen Meilenstein für die gesamte moderne Klarinettentechnik. Sein System wurde von Klarinettisten begeistert angenommen und diente den Instrumentenmachern über das gesamte Jahrhundert als Grundlage für Nachahmung und Verbesserungen.

Bei der Anordnung der Klappen achtete er darauf, dass alle früheren Griffe beibehalten werden konnten. Statt der Leder- oder Filzpolsterung an den Klappen führte er Darmhautpölsterchen mit Wollfütterung ein. Müller trat auch dafür ein, das Mundstück mit dem Rohrblatt nach unten zu blasen – bis dato war das „Übersichblasen“, bei dem das Rohrblatt zur Oberlippe zeigte, Gepflogenheit vieler Musiker.

In Frankreich wurden um 1840 Teile des Klappenmechanismus, den Theobald Böhm für die Querflöte erfunden hatte, vom Pariser Klarinettisten Hyacinthe Eléonore Klosé (1808–1880) in Zusammenarbeit mit dem Instrumentenbauer Louis-Auguste Buffet (gest. 1885) auf die Klarinette übertragen. Mit dieser „clarinette à anneaux mobiles“ („Klarinette mit beweglichen Ringen“) wurde der Prototyp der sogenannten Böhm-Karinette mit 17 Klappen geschaffen, die heute in romanischen und angelsächsischen Ländern verbreitet ist.

In Deutschland wurde um 1860 die Müller-Klarinette von Carl Baermann und Georg Ottensteiner (1815–1879) verbessert. Die heute im deutschsprachigen Raum gespielte 22-klappige Oehler-Klarinette, die der Berliner Instrumentenbauer Oskar Oehler (1858–1936) 1900 entwickelte, ist eine direkte Fortsetzung dieser Linie.

Gegenwart

Da die Klarinette mit ihrem modulationsfähigen Ton dem romantischen Klangideal bestens entsprach, avancierte sie im Laufe des 19. Jahrhunderts neben dem Horn sogar zum wichtigsten Blasinstrument des romantischen Orchesters (seit Beethoven ist eine doppelte Besetzung üblich). Zum Standardinstrument wurde die B-Klarinette, daneben wurden auch A- und C-Klarinetten verwendet. Letztere wird heute nur mehr selten wegen ihrer besonderen Klangfarbe eingesetzt (z.B. im „Hexensabbat“ in Hector Berlioz’ Symphonie fantastique).

In der Militär-, Unterhaltungs- und Jazzmusik sind heute nur mehr B-Klarinetten gebräuchlich. Im Jazz, das der Orchesterklarinette moderne Spieltechniken wie Glissando brachte, wurde die Klarinette gerne als Melodieinstrument eingesetzt, jedoch in dieser Funktion immer mehr vom Saxophon verdrängt. In den USA spielen JazzklarinettistInnen traditionell auch andere Holzblasinstrumente, die der Stimmlage ihres Instrumentes entsprechen. In Musicalproduktionen teilen sich oft mehrere Holzbläser (reeds) eine Holzbläserstimme.

Notation

Klarinetten werden transponierend und im Violinschlüssel notiert. Die Notation der Bassklarinette erfolgt im Violin- und Bassschlüssel.

Alle Klarinetten haben dasselbe Griffsystem (Fingersatz), die notierten Tonhöhen beziehen sich auf den Griff, den die KlarinettistInnen auf dem jeweiligen Instrument auszuführen haben. Wird z.B. auf zwei Klarinetten verschiedener Stimmung ein bestimmter notierterTon gespielt, so wird in beiden Fällen auch derselbe Griff (Fingersatz) angewandt. Durch die verschiedenen Grundstimmungen erklingt bei der zweiten Klarinette eine andere Tonhöhe als bei der ersten.

Der Vorteil dieser – historisch gewachsenen – Praxis liegt darin, dass KlarinettistInnen ein Griffsystem nur einmal einlernen müssen und es auf allen Instrumenten der Klarinettenfamilie anwenden können: z.B die Griffweise einer notierten B-Dur-Skala bleibt immer gleich, nur klingt auf der B-Klarinette eine As-Dur-Skala, während auf der A-Klarinette eine G-Dur-Skala klingt.

Die Spieler lesen die Noten, als ob sie für eine C-Klarinette geschrieben worden wären, durch die Wahl des Instruments entsteht die Transposition. Bei der C-Klarinette entspricht der Klang der Notation.

Aufgrund dieses Zusammenhanges zwischen Notation und Klang reicht der notierte Klang aller Klarinetten von e – c4.

Der Klang der höheren Klarinetten ist höher als die Notation. Die Es-Klarinette klingt eine kleine Terz, die D-Klarinette eine große Sekund höher als notiert:

Der Klang der der tiefen Klarinetten ist tiefer als die Notation. Die Klarinette in B klingt eine große Sekund tiefer als notiert, die Klarinette in A eine kleine Terz tiefer. Das Bassetthorn in F klingt um eine Quint, die Bassklarinette in B um eine None tiefer als notiert:

Tonumfang

Der notierte Tonumfang reicht bei allen Klarinetten von e – c4.

Dies entspricht bei der Klarinette in C auch dem klingenden Tonumfang.
Die Klarinette in B hat einen Umfang von d – b3 (im Orchester bis g3).
Die Klarinette in A hat einen Umfang von cis – a3 (im Orchester bis fis3).

Registereinteilung am Beispiel der Klarinette in B (klingend notiert)

Tiefes Register (Chalumeau-Register):

  • d – e1

Mittleres Register (Kehlkopfregister):

  • f1 – as1

Hohes Register (Klarinettenregister:

  • a1 – f3

Höchstes Register:

  • ges3 – b3

Manche Klarinetten haben in der Tiefe noch einen zusätzlichen Halbton: Das Rohr dieser Instrumente ist etwas länger und besitzt eine Es-Klappe (ergibt des auf der B-Klarinette).

Mikrotöne

In modernen Kompostionen werden auch Mikrotöne (z.B. Vierteltöne) verlangt. Sie können auf der Klarinette (und Oboe) durch Änderung des Ansatzes oder spezielle Griffe – meist Gabelgriffe – realisiert werden.

Mikrointervalle sind Intervalle, die kleiner sind als ein Halbton. Grifftabellen für Mikrotöne auf der Klarinette (z.B. B. Bartolozzi: „New sounds for Woodwinds“, 1967; Caravan; Rehfeldt) bieten für ein und denselben Ton oft sehr unterschiedliche Griffweisen an und müssen vom Instrumentalisten erprobt werden.

Tonerzeugung

Ansatz

Die Klarinette nimmt eine Sonderstellung unter den Holzblasinstrumenten ein: Ihr Rohr ist zylindrisch – im Gegensatz zur konischen Bohrung von Oboe, Fagott und Saxophon.

Die zylindrische Form, welche an einem Ende geschlossen, am anderen Ende offen ist, verleiht ihr akustisch die Eigenschaften einer gedackten Pfeife: Sie klingt erstens eine Oktave tiefer als ein gleich langes konisches Instrument. Zweitens sprechen bei der Tonerzeugung nur die ungeraden Teiltöne an, weshalb der erste überblasene Teilton die Duodezim ist (nicht die Oktave).

Beim Spielen wird das Rohrblatt auf die Unterlippe gelegt, die an die unteren Zähne gedrückt wird, während die oberen Zähne den Schnabel an der geschlossenen Seite fixieren. Das Rohrblatt des Mundstückes wird beim Anblasen durch den Lippendruck, den Luftdruck und die Berührungsfläche zwische Rohrblatt und Unterlippe kontrolliert und in Vibrationen versetzt. Das Rohrblatt gibt seinerseits Energie an die Luftsäule im Inneren des Instrumentes weiter und regt diese zum Schwingen an.

Bei starkem Anblasen in der Tiefe schlägt das Rohrblatt am Mundstück auf, im Piano schwingt es frei und berührt die Mundstückspitze nicht – dies fördert nebst einem ruhigen, klaren Ton auch die Erzeugung eines Pianissimo, das ins Nichts verhaucht.

Griffweise

Die Töne der Klarinettenskala werden entweder durch Öffnen oder Schließen des entsprechenden Tonloches mit einem Finger oder einer Klappe bzw. durch eine Griffkombination erzeugt.

Die Griffweise der Klarinette ist um einiges komplizierter als die der anderen Holzblasinstrumente. Dies ergibt sich aus ihrer ungewöhnlich langen Grundskala: Da sie in die Duodezim (3. Teilton = Oktave + Quinte) überbläst, hat ihre Grundskala 19 Halbtöne. Um die höchsten Töne ihres Grundregisters (bei der B-Klarinette: es1–as1 ) bis zum ersten Überbaston zu überbrücken, werden schwierige Griffkombinationen angewandt.

Mit Hilfe der Klappen entsteht bei normalem Anblasen die notierte Skala von e–b1.

Zum Überblasen werden Überblasklappen zu Hilfe genommen. Der erste überblasene Ton ist das h1 , eine Duodezim über dem e. Die Skala von h1–c3 wird durch Überblasen 1. Grades erzeugt (theoretisch wäre es bis zum f3 möglich). Ab dem cis3 wird das Überblasen 2. Grades angewandt (bei franz. System ab e3), dazu kommen Spezialgriffe mit Klappen zur Intonationskorrektur.

Tonerzeugung am Beispiel der Klarinette in B:

  • d–as1: normales Anblasen (vom Grundton aus)
  • a1–b2: Überblasen 1. Grades (zum 3. Teilton)
  • ab h2: Überblasen 2. Grades (zum 5. Teilton), Spezialgriffe

Für viele Töne (ganz besonders in der Höhe) gibt es mehrere Griffmöglichkeiten. Die KlarinettistInnen wählen dann den für die jeweilige Passage idealen Griff aus.

Spieltechniken

Allgemeines

Die Klarinette ist trotz ihres komplizierten Klappenmechanismus ein äußerst wendiges Instrument mit großer Geläufigkeit. Allein der Flöte kommt sie in puncto Beweglichkeit nicht gleich, was auf die besonders schwierige Grifftechnik der Klarinette zurückzuführen ist.

Legatospiel wirkt auf der Klarinette aufgrund ihres klanglichen Charakters besonders geschmeidig. Sie ist daher prädestiniert für die Ausführung von Trillern und Tremoli, Arpeggien, Skalen und legato gespielten Phrasen.

Einfachzunge

Sehr schnelle Tonfolgen im Staccato sind auch über längere Passagen möglich. Mit dem Einfachzungenschlag können Sechzehntel-Notenwerte bis zu einer Metronomzahl von ca. 150 ausgeführt werden.

Vibrato

Mikrotonale periodische Tonhöhenschwankungen und/oder Lautstärkeschwankungen, die durch Zwerchfell-, Kehlkopf- und Lippenbewegungen erzeugt werden.

Wird im Orchesterspiel aus klanglichen Gründen nicht verwendet, während es im Jazz zu den stilbildenden Spielweisen gehört.

Sforzato

Sforzato

Forciertes kurzes Anblasen, danach schnelle Reduktion der Tonintensität.

Sforzatissimo

Forciertes kurzes Anblasen, danach Beibehaltung der Tonintensität.

Fortepiano

Rasche dynamische Reduzierung von forte auf piano.

Doppel-/Tripelzunge

Doppelzungen- und Tripelzungenstoß wird durch das Rohrblatt erschwert und wird wenig angewendet.

Flatterzunge

Der Spieler artikuliert ein Zungenspitzen-R oder ein rollendes R am Gaumen (gutturales R).

Je langsamer die Artikulation, desto leiser wird der erzeugte Klang. Diese Spieltechnik, die prinzipiell über den gesamten Tonumfang möglich ist, wird für die Klarinette selten verlangt.

Triller

Ein guter, substanzreicher klanglicher Effekt auf der Klarinette und daher eine typische Spieltechnik, obwohl manche Triller grifftechnisch schwierig zu realisieren sind. Trillerklappen dienen der Erleichterung bestimmter Triller. Ganz- und Halbtontriller sind auf der B-Klarinette vom tiefsten Ton bis etwa f3 ausführbar. Je höher der Triller, desto durchdringender der Klang.

Tremolo

Zwei Töne werden wiederholt schnell gespielt, was einen zitternden, vibrierenden Klang erzeugt. Am häufigsten sind Terz- oder Quarttremoli. Tremoli mit Intervallen von der Quint aufwärts wirken schwerfälliger, technisch sind Tremoli bis zu einer Oktave problemlos ausführbar, sofern das c3 nicht überschritten wird.

Glissando

Erzeugt durch teilweises Verschließen der Tonlöcher bzw. durch Griffveränderungen. Mit Einschränkungen über die gesamte Skala möglich: Glissandi über Registergrenzen hinaus sind generell sehr schwer ausführbar. Auch im hohen Register ist die Realisation aufgrund der komplizierten Griffweise schwierig.

Arpeggio

Die Ausführung von gebrochenen Akkorden ist besonders charakteristisch für das Klarinettenspiel.

Legato

Legato gespielte Passagen, Terz-, Quart-, Quint-, Sext-Intervalle, weite Sprünge und Vorschläge gehören zu den instrumententypischen Spielweisen der Klarinette.

Läufe

Multiphonics

Bezeichnet eine moderne Griff- und Anblastechnik, die das gleichzeitige Spielen von zwei oder mehreren Tönen ermöglicht. Mehr als drei Töne simultan zu erzeugen ist äußerst schwierig.

Die Klarinette wird so angeblasen, dass ein Teilton (oder mehrere Teiltöne) der gegriffenen Note mit angesprochen wird oder die Teiltöne alleine erklingen. Das Spektrum reicht von harmonischen Mehrklängen (Klänge, die sich aus einem Grundton und harmonischen Teiltönen aufbauen) über Klänge mit inharmonischen Teiltönen bis zu komplexen, geräuschhaften Klängen.

Mehrklänge (Multiphonics) werden durch spezielle Griffe mit gleichzeitiger Veränderung des Anblasdrucks oder mit herkömmlicher Griffweise, aber stark verändertem Ansatz erzeugt. Bei der Klarinette spielt die Änderung des Anblasdrucks eine besonders große Rolle. Zusätzlich wird oft mit der Haltung des Instrumentes experimentiert.

Grifftabellen für Mehrklänge führen bei verschiedenen Klarinettenmodellen zu unterschiedlichen Klangergebnissen und müssen daher erprobt werden.

Pitch bending

Pitch bending (deutsch: Tonhöhenverschleifung) bezeichnet eine Intonationsschwankung oder Tonhöhenänderung auf einem Ton, die durch eine Veränderung des Ansatzes produziert wird. Die Stellung der Zunge geht während des pitch bending von einem artikulierten „i“ zu „u“ über.

Auf der Klarinette, die sich für diese Spielart eignet besser eignet als die Doppelrohrblattinstrumente, lassen sich relativ große Tonhöhenänderungen nach unten erzielen: Tiefe Töne können bis zu einem Viertelton erniedrigt werden, Töne im mittleren Bereich (von g1–d2) bis zu einer kleinen Sekund und höhere Töne von einer großen Sekund bis zur Oktave.

Tonhöhenverschleifungen nach oben sind dagegen nur in geringem Umfang möglich.

Weitere moderne Spieltechniken

Mit den Zähnen am Rohrblatt spielen, Luft- und Atemgeräusche, Spielen mit dem Mundstück am Unterstück (ohne Birne und Oberstück), Querflötenansatz oder Trompetenansatz (beides ohne Mundstück), Slap Tongue, Klappenschlagen, Zirkularatmung, Einsatz elektronischer Geräte …

Klangcharakteristik

Füllig, weich, warm, sanft, melodisch, sanglich, rund, glänzend, leuchtend, brilliant, hell], heiser, durchdringend, dunkel, bedrohlich, dramatisch, explosiv, scharf, expressiv, schrill, nasal, schmeichelnd, blass, belebt.

Die Fähigkeit zum geschmeidigen und ausdrucksstarken Legatospiel prädestiniert die Klarinette zur Ausführung von gefühlvollen Kantilenen.

Zwischen den Klarinetten verschiedener Stimmung ergeben sich im direkten Vergleich feine Klangunterschiede:

  • B-Klarinette: leuchtend, glanzvoll, füllig, durchsichtig.
  • A-Klarinette: im Vergleich zur B-Klarinette zurückhaltender und sanfter.
  • C-Klarinette: Heller, kälter und härter, „frecher“ als die anderen beiden Klarinetten. Im Orchester wurde sie eingesetzt, um ländliche Stimmungen zu beschwören.

Die Register der B-Klarinette (klingend notiert)

Tiefes Register (Chalumeau-Register): d – e1

Dunkler, voller, weicher und warmer Klang, v.a. im Piano. Kann auch düstere Klangeffekte erzeugen. V.a. die tiefsten Töne klingen dunkler als das Fagott in derselben Tonhöhe. Im Tutti kann sich dieses Register wenig durchsetzen, , umso mehr wird es wegen seiner füllenden Wirkung eingesetzt.

Mittleres Register (Kehlkopfregister): f1 – as1

Die Töne dieses Registers klingen im direkten Vergleich mit den folgenden Anfangstönen des hohen Registers etwas schwächer und stumpfer.

Das Mittelregister umfasst die höchsten Töne der Grundskala der Klarinette. Diese ist wesentlich länger ist als die Grundskala der anderen Holzblasinstrumente, da die Klarinette nicht in die Oktave, sondern in die Duodezim (also Oktave + Quinte) überbläst. Aus diesem Grund klingen besonders die mit Hilfe der Klappen erzeugten höchsten Töne des mittleren Registers nicht so voll und obertonreich.

Hohes Register (Klarinettenregister): a1 – f3

Hier entfaltet sich der Hauptklangbereich der Klarinette.

Die Töne des hohen Registers wirken leuchtend, glänzend, hell und konzis.

Aufgrund ihres sanglichen Charakters sind sie immer wieder mit der menschlichen Sopranstimme verglichen worden. Sie transportieren emotionale Inhalte von zarten Gefühlsregungen bis zu leidenschaftlichen Ausbrüchen, von verführerischer Sinnlichkeit über verzweifelte Sehnsucht bis zu katzenhafter Schlauheit und dämonischer Bosheit.

Ihr großer Ausdrucksgehalt, der menschlichen Stimme ähnlich, macht die Klarinette in der Oper zum Partner der Singstimmen: entweder als Unisono-Begleitung oder, indem sie gesungene Themen wiederholt oder vorwegnimmt.

Höchstes Register: ges3 – b3

Diese hohen Töne werden selten verlangt. Besonders ab dem a3 klingen sie scharf und spitz und haben nicht mehr den typischen geschmeidigen Klarinettenklang.

Klangverbindungen

Die Klarinette eignet sich wie alle Holzblasinstrumente sehr gut für Klangverbindungen. Ihr anpassungsfähiger Klang vermischt sich sehr gut mit allen Instrumentengruppen. Ein besonders hoher Verschmelzungsgrad ergibt sich mit dem Hornklang.

Klarinette + Holzblasinstrumente

Klarinette + Flöte

Ergeben im Unisono einen weichen und gleichzeitig hell leuchtenden Gesamtklang. Bei tiefen Tönen wirkt diese Verbindung besonders warm und substanzreich. Bei Oktavkombinationen wird die Klarinette meist in der Unteroktave eingesetzt, in Kombination mit der kleinen Flöte sogar zwei Oktaven tiefer.

Klarinette + Oboe

Sowohl im Unisono, als auch in Oktaven und in Akkordverbindungen sehr klangvoll. Dabei tritt im tiefen Register eher der strenge und herbe Oboencharakter in den Vordergrund, in der Höhe der weiche Klarinettenklang. Da die Klarinettenskala in der Tiefe die Oboe fast um eine Oktave übertrifft, wird die Klarinette auch als Unteroktave zur Oboe oder unisono mit dem Englisch Horn eingesetzt.

Klarinette + Fagott

Werden meist in Oktaven eingesetzt. Die Klarinette fördert die Verbindung des Fagottklanges mit dem der Oboe, da sie mit beiden Instrumenten klangverwandt ist. Im Unisono von Klarinette im tiefen Register + Fagott tritt der Klarinettenklang etwas hervor, da er in dieser Lage dunkler und sehr kräftig klingt.

Klarinette + Blechblasinstrumente

Klarinette + Trompete, Posaune

Klarinette + Trompete ergeben im Unisono eine besonders leuchtende Wirkung, vor allem dann, wenn die Klarinette im hohen Register spielt.

Klangverbindungen zwischen Klarinette und Posaune ergeben keine sehr homogene Wirkung.

Klarinette + Horn

Ergibt im Unisono eine weiche Klangverschmelzung, die umso leuchtender wird, je höher die Klarinettentöne werden. Klangvoll ist auch die Klarinette als Oberoktave zu den Hörnern oder die Klarinette zwei Oktaven über den Hörnern.

Klarinette + Streichinstrumente

Klarinetten- und Streicherklang addieren sich zu einer sehr intensiven Verbindung.

Die Klarinette führt oft die Oberoktave zu den Streichern aus. Wird sie dabei in ihrem hohen (klangvollsten) Register eingesetzt, ergibt das einen Klang mit großem Volumen.

Klarinette + Violoncello

Für eine Unisono-Verbindung mit der Klarinette ist das Violoncello am besten geeignet. Dabei wird die Klarinette im tiefen und mittleren Register eingesetzt.

Klarinette + Singstimme

Die Klarinette wird v.a. in Opern oft mit der Sopran- oder Altstimme kombiniert. Häufig begleitet die Klarinette die Singstimme im Unisono oder zusammen mit der Bratsche in der Unteroktave.

Repertoire (Auswahl)

Die Klarinette im Orchester

  • Johann Christian Bach

    • Symphonie Nr. 2 B-Dur
  • Wolfgang Amadeus Mozart

    • Symphonien (Nr. 31 "Pariser" KV 297, Nr. 35 "Haffner" KV 385, Nr. 39 Es-Dur KV 543, Nr. 40 g-Moll KV 550)
    • Cosi fan tutte (Klarinetten in H), Titus
  • Ludwig van Beethoven

    • Symphonien (2 Klarinetten)
  • Pyotr Ilyich Tchaikovsky

    • Symphonien 4–6 (2 Klarinetten)
  • Richard Strauss

    • Salome (6 Klarinetten), Elektra und Die Frau ohne Schatten (8 Klarinetten)
    • Der Rosenkavalier (4 Klarinetten)
  • Gustav Mahler

    • Symphonien (bis zu 6 Klarinetten)
  • Gustav Holst

    • Die Planeten (auch Werke für Blasorchester)
  • Arnold Schoenberg

    • Gurrelieder (7 Klarinetten)
  • George Gershwin

    • Rhapsody in Blue
  • Leonard Bernstein

    • Prelude, Fugue and Riffs

Solokonzerte für Klarinette und Orchester

  • Antonio Vivaldi

    • Klarinettenkonzerte
  • Johannes M. Molter

    • 6 Klarinettenkonzerte
  • Carl Stamitz

    • Klarinettenkonzerte
  • Franz Tausch

    • Klarinettenkonzerte
  • Wolfgang A. Mozart

    • Concerto A major K. 622
  • Ludwig Spohr

    • Konzert für Klarinette c-Moll op. 26 (1810)
  • Carl Maria von Weber

    • Concertino op. 109
    • Klarinettenkonzerte op. 114 und op. 118
  • Richard Strauss

    • Concertino für Klarinette, Fagott und Streichorchester mit Harfe (1947)
  • Claude Debussy

    • Première rhapsodie für Klarinette, Klavier und Orchester
  • Ferruccio Busoni

    • Concertino op. 48
  • Igor Stravinsky

    • Ebony Concerto für Klarinette und Jazzorchester
  • William Walton

    • Klarinettenkonzert
  • Paul Hindemith

    • Klarinettenkonzerte
  • Aaron Copland

    • Klarinettenkonzerte

Kammermusik

  • Wolfgang Amadeus Mozart

    • Quintett Es-Dur für Klav., Ob., Klar., Horn, Fag. KV 452
    • Kegelstatt-Trio KV 498 für Klarinette, Viola und Klavier
    • Klarinettenquintett A-Dur KV 581
  • Ludwig van Beethoven

    • Trio op. 11 für Klarinette, Violoncello und Klavier
    • Quintett op. 16 für Klavier und Holzbläser
    • 2 Duos für Klarinette und Fagott
  • Ludwig Spohr

    • Fantaisie et Variations sur un thème de Danzi op. 81
  • Carl Maria von Weber

    • Quintett op. 182
    • Variationen über ein Thema aus Silvana op. 128
    • Grand Duo concertant op. 204 (1815/16)
  • Robert Schumann

    • Drei Phantasiestücke op. 73
  • Johannes Brahms

    • Trio op. 114 für Klarinette, Violoncello und Klavier
    • Quintett op. 115 für Klarinette und Streicher
    • Sonaten f-Moll und Es-Dur op. 120
    • Klarinetten-Quintett h-Moll op. 115
  • Camille Saint-Saëns

    • Sonate op. 167
  • Max Reger

    • Klarinetten-Quintett A-Dur op. 146
    • Sonaten As-Dur und fis-Moll op. 49
    • Sonate in B-Dur op. 107
  • Arnold Schoenberg

    • Pierrot lunaire
  • Ferruccio Busoni

    • Elegie für Klarinette und Klavier
  • Igor Stravinsky

    • Auszüge aus Geschichte des Soldaten, für Klarinette, Violine und Klavier
  • Béla Bartók

    • Contrasts op. 111 für Klarinette, Violine und Klavier
  • Alban Berg

    • Vier Stücke op. 5 für Klarinette und Klavier
  • Arthur Honegger

    • Sonatine für Klarinette und Klavier
  • Paul Hindemith

    • Sonate

Klarinette solo

  • Claude Debussy

    • Rhapsodie für Klarinette
  • Igor Stravinsky

    • 3 Stücke für Klarinette solo
  • Rudolf Jettel

    • 5 Grotesken für Klarinette solo
  • Heinrich Sutermeister

    • Capriccio für Klarinette in A solo